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Auftaktveranstaltung der Lauinger Wirtschaftinitiative beschäftigte sich mit dem Tierschutz im Landkreis   Der Vorsitzende der Lauinger Wirtschaftsinitiative e. V., Alois Jäger, eröffnete die Auftaktveranstaltung im Rahmen der in den kommenden Wochen stattfindenden Veranstaltungsreihe zu aktuellen Themen. Er begrüßte die zahlreichen Zuhörer, für die das an diesem Abend angesetzte Thema Tierschutz sehr wichtig war. Ganz besonders freute es den Vorsitzenden, dass sich unter den Zuhörern auch die Gründerin des Tierheims Inge Beyer befand. Wie umfassend und aktuell das Thema Tierschutz für den Landkreis Dillingen und seine Bewohner ist, dokumentierte Johann Rechthaler vergangenen Donnerstag vor einer interessierten Zuhörerschaft im Gasthof Rose. "Ich habe mir zu Beginn meiner Vorstandschaft vor 18 Jahren ein hohes Ziel gesetzt: ich wollte über 1.000 Mitglieder für den Tierschutzverein im Landkreis Dillingen gewinnen", erklärte Johann Rechthaler. Seine Vorgänger hätten ihn darauf belächelt und bis heute versteht er nicht, warum bei zirka 20.000 Haustieren im Landkreis Dillingen nur 500 Personen dem Verein als Mitglied beigetreten sind. Dabei bedeutet eine Mitgliedschaft keine große Verpflichtung, sie beweist nur, dass man sich für Tiere interessiert und Respekt vor dem Leben hat. Der Tierschutzverein ist neben der Tätigkeit im Tierheim Höchstädt, das für den gesamten Landkreis Dillingen zuständig ist, auch in vielen weiteren Bereichen tätig. Ein großes Anliegen ist die zunehmende Massentierhaltung in unserer Gegend, da diese nicht aus der Sicht des Tierschutzes gesehen wird, sondern unter anderem nach Emission Gesetzen bewertet wird. "Die Anzahl der verwilderten Hauskatzen nimmt im Landkreis beträchtlich zu“, zeigt Rechthaler ein Thema der Zukunft auf. Hier ist die Arbeit oft schwerfällig, da auch die Unterstützung von Seiten der Politik fast gänzlich fehlt. Lediglich wenige Gemeinden, darunter Buttenwiesen zeigten sich vorbildlich im Umgang mit den Tieren, die bei ihnen aufgefunden werden. Dabei ist dieser Bereich immens wichtig, da die Anzahl der Abgabe- und Fundtiere extrem zunimmt. Zudem werden auch immer mehr Übernahmen von exotischen Tieren vom Tierheim gefordert werden. Johann Rechthaler stellt aber klar, dass hier die Zusammenarbeit mit Experten, wie der Reptilienauffangstation in München, wichtig ist, da das Landkreis Tierheim mit Sitz in Höchstädt nur für Hunde, Katzen und zur Not für Kleintiere wie Hasen ausgelegt ist. In der Zukunft sind hier auch bauliche Maßnahmen notwendig, aber zu allererst ist die medizinische Versorgung der vierbeinigen Freunde, wie auch ihre Vermittlung oberste Priorität. Zum Schluss stellt der Experte und Tierfreund mit Herz ganz klar fest, dass Aufklärung im Sinne des Tierschutzes dringend von Nöten ist, da die Mindestauflagen in diesem Bereich, z.B. die Zwinger-Größen bei Hunden oft recht, aber nicht richtig sind.“